«Wir betreiben Sensibilisierungsarbeit für einen kritischen Umgang mit Medikamenten»
Wir betreiben Sensibilisierungsarbeit für einen kritischen Umgang mit Medikamenten Suchtprävention soll Suchtverhalten verhindern und wirksame Massnahmen dagegen einleiten Alkoholtrinken gilt dann als risikoarm, wenn massvoll getrunken wird Jede fünfte Person in der Schweiz trinkt regelmässig in einem schädlichen Ausmass Alkohol Alkoholkonsum verursacht jährliche Kosten von über 4 Milliarden Schweizer Franken Unter Prävention versteht man das Vermeiden von Krankheiten Sind Sie durch das Trinkverhalten einer Ihnen nahestehenden Person verunsichert? Auch ältere Menschen konsumieren Alkohol und Medikamente – oft in riskanten Mengen Sucht kennt keine Altersgrenzen Wann ist Alkoholkonsum schädlich? Wann ist Medikamentenkonsum schädlich? Auch bei Niedrig-Dosis-Abhängigkeit sind verschiedene Nebenwirkungen bekannt Viele Schlaf- und Beruhigungsmittel besitzen ein beträchtliches Abhängigkeitspotenzial Auch Beratungsstellen unterstehen der Schweigepflicht Wir entwickeln und lancieren zielgruppenspezifische Projekte Schätzungen gehen von 250ʼ000 bis 300ʼ000 alkoholabhängigen Personen in der Schweiz aus Mit fast 2 Millionen Rauchenden in der Schweiz gehört der Tabakkonsum zu den grössten Belastungen der öffentlichen Gesundheit Nikotin hat ein enormes Suchtpotenzial. Kaum eine andere Substanz macht so häufig und schnell abhängig. 60 Prozent der täglich Rauchenden in der Schweiz geben an, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Ein Rauchstopp lohnt sich immer: schon nach wenigen Stunden sind erste gesundheitliche Verbesserungen messbar. Für einen starken Jugendschutz: Jugendliche, die rauchfrei bleiben, werden als Erwachsene kaum mehr anfangen zu rauchen.

Zahlen und Fakten zu Tabak

Prävalenzen

2017 rauchten in der Schweiz 27% der Bevölkerung ab 15 Jahren Tabak (31% der Männer und 23% der Frauen) und zwar mehrheitlich Zigaretten.1 Der Anteil Rauchender nahm bis 2008 ab und scheint seither stabil zu sein. 

Bei den 15- bis 25-Jährigen ist der Anteil Rauchender am höchsten (31.6%). Der Tabakkonsum hat seit 2011 bei den 15- bis 17-Jährigen leicht abgenommen, ab 18 Jahren ist eine Zunahme festzustellen. Es scheint also eine Verschiebung des Rauchbeginns stattzufinden.2 

Schädlichkeit

Der Tabakkonsum ist die wichtigste vermeidbare Todesursache in der Schweiz. Im Jahr 2012 konnte gemäss Berechnungen des Bundesamtes für Statistik fast einer von sieben Todesfällen dem Tabakkonsum zugeschrieben werden (rund 9'500 Todesfälle pro Jahr). Raucherinnen und Raucher sterben am häufigsten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (39%), gefolgt von Lungenkrebs (28%), Erkrankungen der Atemwege (15%) und anderen Krebsarten (14%).3

Rauchstopp

60% der Raucherinnen und Raucher möchten laut Umfragen mit dem Rauchen aufhören.1 Eine Auseinandersetzung mit den eigenen Rauchgewohnheiten ist dabei der erste Schritt auf dem Weg in die Rauchfreiheit. Klappt es alleine nicht, lohnt es sich, sich von einer Rauchstopp-Fachperson beraten zu lassen. Im Kanton Zürich gibt es ein breites Angebot

Einstieg verhindern

Wer mit 20 Jahren nicht raucht, beginnt mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr. Darum wird in der Tabakprävention im Kanton Zürich ein Schwerpunkt bei den Jugendlichen gesetzt. Es laufen diverse Projekte, welche den Einstieg ins Rauchen verhindern sollen. Wichtig ist es, strukturelle Jugendschutzmassnahmen und verhaltenspräventive Projekte zu kombinieren. Unter der Rubrik «Projekte» ist ersichtlich, welche im Rahmen des kantonalen Tabakpräventionsprogramms von der ZFPS (mit)umgesetzt werden. 

Passivrauch

Seit Gültigkeit des Gesetzes zum Schutz vor Passivrauchen (2010) ist die Anzahl Menschen, die regelmässig dem Passivrauch ausgesetzt sind, erfreulicherweise stark gesunken. Lediglich 6% der Bevölkerung sind mindestens eine Stunde pro Tag unfreiwillig dem Tabakrauch ausgesetzt 1. In unserer Arbeit richten wir den Fokus beim Schutz vor Passivrauch auf die vulnerabelste Zielgruppe der Säuglinge und Kleinkinder. Diese nehmen die Giftstoffe nicht «nur» über die Lunge auf, sondern auch über die Haut (via verrauchter Kleider, Teppiche und anderer Stoffe). 

Tabakprävention im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind möglichst alle Tabakpräventionsaktivitäten im kantonalen Tabakpräventionsprogramm II koordiniert und vernetzt. Die ZFPS ist zuständig für die operative Leitung dieses Programms. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten und anderen Fachstellen koordiniert und initiiert sie kantonale Suchtpräventionsprojekte. 

Inhaltlich orientiert sich das Programm an der «Nationalen Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten» des Bundes und der «Nationalen Strategie Sucht».

Laufend aktualisiertes Zahlenmaterial und Berichte finden Sie unter: www.obsan.admin.ch

Quellen:

1 Bundesamt für Statistik: Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 
2 Kuendig H., Notari L., Gmel G. (2017). Le tabagisme chez les 15 à 25 ans en 2016 - Analyse des données 2016 du Monitorage suisse des addictions, Addiction Suisse, Lausanne, Suisse
3 BAG: Zahlen und Fakten zu Tabak