Alkohol und Krebs Sucht im Alter Bodytuning-check Häufig gestellte Fragen «Alkohol» Wann ist bei Alkohol besondere Vorsicht geboten? Alkohol wird von vielen Jugendlichen und Erwachsenen konsumiert, von Frauen genauso wie von Männern. Für Kinder ist Alkohol tabu, ebenso sollten Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, auf Alkohol verzichten. Kranken und rekonvaleszenten Personen wird empfohlen, vor dem Konsum von Alkohol mit ihrer Ärztin / ihrem Arzt Rücksprache zu nehmen. Grundsätzlich gilt für alle Personen: Für die Gesundheit ist es am sichersten, keinen Alkohol zu trinken. Denn nach dem aktuellen Forschungsstand gibt es keinen unbedenklichen Alkoholkonsum. Wie schädlich ist Alkoholkonsum? Gemäss WHO gibt es beim Alkoholkonsum keine gesundheitlich unbedenkliche Menge. Nach dem aktuellen Forschungsstand gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum. Auch eine geringe Alkoholmenge erhöht die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten, insbesondere für verschiedene Arten von Krebs. Je häufiger und je mehr Alkohol konsumiert wird, desto höher ist das gesundheitliche Risiko. Übermässiger Alkoholkonsum kann abhängig machen. Häufig geschieht dies schleichend, indem das Trinken zur Gewohnheit und die Menge gesteigert wird. Wenn Sie Alkohol trinken, gilt: Je weniger, desto besser. Und: Ein hoher Alkoholkonsum innerhalb kurzer Zeit (Rausch) ist besonders risikoreich. Was ist Alkoholabhängigkeit? Gemäss ICD-10-Katalog (internationales Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen) besteht eine Alkoholabhängigkeits-Erkrankung, wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien (vereinfachte Ausführung) über einen Zeitraum von 12 Monaten erfüllt sind: Starker Wunsch oder Zwang zu konsumieren Kontrollverlust bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Konsums Körperliches Entzugssymptom nach Reduktion oder Beendigung des Konsums Nachweis einer Toleranz (es braucht immer mehr, um gewünschte Wirkung zu erzielen). Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen, erhöhter Zeitaufwand für Beschaffung und/oder zur Erholung von den Folgen des Konsums Fortschreitender Konsum trotzt eindeutiger Folgeschäden Welche gesetzlichen Bestimmungen gelten bei Alkohol im Kanton Zürich? Im Kanton Zürich gelten folgende Verbote bezüglich Verkauf, Bewerbung und der kostenlosen Weitergabe alkoholischer Getränke: Das eidgenössische Alkoholgesetz (AlkG) verbietet den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen und Mischgetränken) an unter 18-Jährige sowie Werbung, die sich an Kinder oder Jugendliche richtet. Das Gesundheitsgesetz des Kantons Zürich verbietet ausserdem die Abgabe von Alkohol an Personen unter 16 Jahren oder von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Personen unter 18 Jahren. Die Abgabe ist auch dann verboten, wenn sie kostenlos erfolgt. Vom Verbot ausgenommen ist die Abgabe durch Inhaber der elterlichen Sorge. Das Gastgewerbegesetz des Kantons Zürich schreibt vor, dass alkoholführende Gastwirtschaften eine Auswahl alkoholfreier Getränke nicht teurer anbieten als das billigste alkoholhaltige Getränk in der gleichen Menge. Weiter sind die Abgabe und der Verkauf von alkoholhaltigen Getränken an Betrunkene, Psychischkranke sowie Alkohol- oder Drogenabhängige verboten. Ausführliche Informationen zu den Gesetzesbestimmungen zu Alkohol (und Tabak) können der entsprechenden Broschüre entnommen werden. Erhöht Alkoholkonsum das Risiko an Krebs zu erkranken? Ja, nach aktuellem wissenschaftlichem Stand kann Alkoholkonsum auch Krebserkrankung in mindestens sieben Körperregionen verursachen. Verantwortlich ist in erster Linie das Abbauprodukt Acetaldehyd, das die DNA von Stammzellen zu schädigen scheint.Mund-/Rachenkrebs, Brustkrebs bei Frauen, Dickdarmkrebs sowie Leberkrebs sind eindeutig mögliche negative Folgen des Alkoholkonsums. Es gibt zudem deutliche Hinweise, dass Alkohol bei Krebserkrankungen in der Bauchspeicheldrüse, der Prostata und in der Haut eine Rolle spielt.In welcher Form man den Alkohol zu sich nimmt, ob Bier, Wein oder Spirituosen, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Entscheidend ist die konsumierte Menge an reinem Alkohol, wobei schon geringe Mengen (1 Glas pro Tag) das Risiko erhöhen. Die Kombination von Alkohol und Tabak erhöht das Krebsrisiko zusätzlich. Es empfiehlt sich daher, moderat zu trinken sowie regelmässig alkoholfreie Tage einzulegen und alkoholfreie Getränke zu bevorzugen. Das Risiko für Krebserkrankungen nimmt ab, wenn aufgehört wird, Alkohol zu trinken.Quellenwww.drugcom.dewww.stop-alkohol.ch/de/risiken/krebsrisiko